Sechs Fettnäpfchen bei Webseiten-Relaunch

Von 18. September 2017Allgemein

Ist bei ihnen ein Website Relaunch 2017 vorgesehen? Und Sie wollen nur das Beste aus ihrer Website rausholen, sowohl bei Design als auch bei der Sichtbarkeit bei Google & Co.? Dann sollten Sie die Top-6-Fettnäpfchen meiden – ansonsten droht viel Aufwand in der nachgelagerten Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO).

Menüs und Navigation

Hier gibt es einen einfachen Grundsatz: einfach und übersichtlich schlägt schick aber umständlich! Bedenken Sie, dass es schon schwer genug ist, unter den Abermillionen von Webseiten die User gerade auf die Ihre zu lenken – und dann ist alles so verzwickt und aufgeregt, dass der Besucher bald die „Nase voll hat“. Nichts gegen Farben, Styles oder animierte Bereiche – aber: Sinn vor Unsinn. Entwickeln Sie nach den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe und nicht nach dem Kunstempfinden Ihres eigenen Geschmacks.

NeoDesign-Tipp: Die mit den drei waagerechten Strichen gekennzeichneten „Burger-Menüs“ sind ein absolutes Muss für die mobile Darstellung der Navigation Ihrer Seite. Schnelle und handliche Benutzung gerade im mobilen Bereich sind die Folge – geringere Abbruchraten und mehr Interaktion auf der Seite ebenso!

Eine in Zukunft noch zunehmend wichtiger werdende Entwicklung: Kunden-Ungeduld. Damit ist nicht nur die Geschwindigkeit der Seite gemeint (Beitrag zu Ladezeit und Verweildauer finden Sie hier) sondern auch Zeit, die zum Erfassen der Navigationsstruktur bleibt. Gerade die Nutzer der Smartphones müssen schnell und einfach navigieren können – ansonsten sind sie schnell.

Außerdem sollten Sie die Seitenzahlen eindämmen. Je fokussierter Ihre Webseite ausgerichtet ist, desto qualifizierter ist auch der Besucherstrom (engl. Traffic), der Ihre Seite besucht. Fragen Sie sich, was Sie Ihrer Zielgruppe bieten wollen. Interessante oder „bunte Themen“ gehören in einen eigenen Bereich, den Sie Blog, News oder Branche oder, oder, oder nennen können.

Alte Seiten löschen

Beim Relaunch werden oft neue Schwerpunkte gesetzt – zu Recht. Dadurch sind alte Seiteninhalte obsolet und können gelöscht werden. Aber bitte: Immer mit Absicherung. Das bedeutet, dass Sie vorab eine Google-Sichtbarkeitsanalyse in Auftrag geben sollten – dadurch können Sie die „alten“ Inhalte herausfiltern, die immer noch gut sichtbar bei den Suchmaschinen sind. Diese wertvollen Indizierungen sollten erhalten bleiben. Ohne hinreichende Redirect-Planung zerschlagen Sie hier viel Porzellan, dass Sie später mühsam von Hand wieder zusammenkleben müssen, um ein vergleichbares sprachliches Bild zu bemühen.

NeoDesign-Tipp: Vor dem Relaunch sollten die Weiterleitungen noch einmal überprüft werden – Empfehlung: Nicht auf die Hauptseite sondern auf inhaltlich vergleichbare Seiten oder zumindest auf die entsprechenden Kategorieseiten umleiten.

Sinnvoll wäre es daher ein Blick in die Website Statistiken, in die Google Search Console oder das Bing Webmaster Tool. Besonders sichtbare Seiten sollten niemals gelöscht werden – lieber den Inhalt modernisieren. Dazu gehört es auch, Ihre Dienstleistungen und Produkte gut mit dem angebotenen Content Ihrer Webseite zu verknüpfen. Ein Call-to-Action-Button, eine Verlinkung oder ganze Miniproduktpräsentationen bringen deutlich höhere Umsätze, wenn der Kontext dazu schon das Interesse aufgebaut hat.

Medienformat

Medienformate, insbesondere Bilder, sind derzeit noch die häufigste Hemmschwelle bei der Erstellung von schnellen Seiten. Wichtig deswegen: Fordern Sie von Ihrer Agentur oder Ihrem Programmierer das Bildmaß für die jeweiligen Elemente. Je exakter Sie diese Größe kennen, desto kleiner lassen sich Bilder auch komprimieren.

NeoDesign-Tipp: Nutzen Sie einfach erfassbare Bilder – komplizierte Flussdiagramm und Schaubilder gehören in den Hörsaal oder auf einen Vortrag. Online muss Ihr Konsument im Mittelpunkt stehen.

Bildformate sind im Übrigen mittlerweile standardisiert, online zu empfehlen sind JPG, PNG, GIF oder SVG. Bei letzterem Format handelt es sich um einen vektor-basierten Standard, der gerade bei Skalierungen enorme Qualitätsvorteile bietet. Logos oder Brands sollten grundsätzlich als svg hinterlegt werden. Für die anderen Bildquellen sollten Sie JPG bevorzugen, da es die kleinsten Dateigrößen bei vergleichbarer Bildgröße bietet. ABER: Sollte wichtiger Text im Bild enthalten sein oder transparente Hintergründe verwendet werden, empfehlen wir das Bildformat png.

Übersicht über die einzelnen Bildformate (vor und nach Kompression)

Bildformat Dateigröße Testbild
JPG: 66 kB Wald mit schöner Beleuchtung
PNG: 394 kB
GIF: 127 kB
JPG nach TinyPNG.com 53 kB
JPG nach ImageOptim 59 kB
WebP 34 kB

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