WordPress Webseiten – In Web We Trust – Design

Von 10. August 2018Allgemein

Design als Vertrauensbilder!

Vertrauen bilden hat mehrere Ebenen, insbesondere bei WordPress Webseiten – die erste, die grundlegende „Sympathie“, wird durch aktuelles, klares Aussehen und wechselnde Inhalte gestärkt. Ein weiterer Baustein für mehr Trust ist die Wahl von Design-Elementen, Darstellungsformen und Medien. Testen Sie es selbst – worauf schauen Sie, wenn Sie sich online ein Bild über die Leistungsfähigkeit eines Anbieters machen wollen. Folgende Fragen beantwortet Ihr Gehirn (beinahe automatisch) auf Basis Ihrer Erfahrungen und Erwartungen:

  • Ist das Design der Webseite grundsätzlich ansprechend?
  • Empfinde Farbe, Schrift und Elemente als angenehm und/oder zur Leistung passend?
  • Kann mit wenigen Klicks einen Überblick gewonnen werden?
  • Wenn ein Tablet/Smartphone verwendet wird, lässt sich die Seite dann mit Fingern gut nutzen?
  • Sind die Inhalte mit Bildern, Animationen oder Videos unterstützt und braucht es den vorhandenen Mix für die Darstellung der Leistung?
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Klingt alles schon etwas technisch, die entscheidende Rolle spielen hier aber psychologische Mechanismen. Der Mensch versucht, aus purem Überlebensinstinkt, komplexe, schwierige Sachverhalte zu simplifizieren. In der Steinzeit wurde nicht erst das Auftauchen eines Säbelzahntigers analysiert, differenziert und nach Kommunikationsmöglichkeiten gefahndet – simples Wegrennen half, den nächsten Tag zu erleben. Diese Reaktionen sind tief in uns verankert, bis zu einem gewissen Maße vorhersehbar und auch in bestimmten Bereichen beeinflussbar.

Farbe & Schrift

Es gibt nichts, was es nicht gibt!

Aus diesem Grunde sind viele Theorien über den Einsatz von Farben und Formen in Marketing und Werbung, zu denen ja nun auch eine Webseite gehört, erörtert, bewiesen, widerlegt oder verändert worden. Bestimmte Assoziationen lassen sich einfach nicht verhindern – etwa grün =umweltfreundlich, blau = bodenständig oder rot = aggressiv. Für eine Webseite ist dieses simple Geflecht aus Farb-Interpretationen jedoch zu kurz gedacht. Hier gibt es Flächen, Button, Akzente und vieles mehr. Hier müssen abgestimmte Konzepte her!

Zudem spielt die Inhaltsdarstellung bei der Vertrauensbildung über Design eine entscheidende Rolle. So gibt es „Hochglanz“-One-Pager (Webseiten, die nur aus einer ganz langen Seite bestehen) und die „Old-School“-Multi-Pager. Zur Klarstellung: Beide Arten verdienen eine Würdigung und beide können Vertrauen hervorrufen oder steigern.

Der One-Pager – Instant-Info für den Fast-Speed-User

One-Pager steht für die Darstellung aller Informationen auf „einer Seite“. Das bedeutet, dass sich nicht mehr, wie früher Standard, durch Klicken der Navigation eine Unterseite öffnet, sondern dass der Button nur auf einen bestimmten Punkt unterhalb des sichtbaren Bereiches verweist – und diesen dann quasi ins Sichtfeld rückt. One-Pager sind und tun auch genau das: schnelles und punktuelles Beleuchten von Inhalten. Die Kürze vermittelt raschen Informationsgewinn, Übersicht und direkte Kommunikation. Genau darin liegt der entscheidenden Vorteil: das Vertrauen wird ohne weitere Zwischenaktionen unterfüttert mit Leistungsbeschreibungen, Referenzen, Informationen oder Kontaktmöglichkeiten. Zudem sind beinahe alle One-Pager-Frontends so konzipiert, dass es unerheblich ist, ob vom Desktop oder Mobilgerät zugegriffen wird. Ein enormes Plus in Sache Trust!

Die Kürze der Seite ist aber gleichzeitig auch der Malus, denn das Verringern von Komplexitäten, wir erinnern uns an diesen menschlichen „Ur-Instinkt“, führt oft zur Frage: „Und wo steht jetzt was über…?“. Vielschichtige, komplizierte Informationen sind eben nicht auf eine Wortgruppe herunter zu brechen, ohne dass ein wenig Sinngehalt verloren geht. Mehr Platz ist auf einem One-Pager aber meist nicht. Für wen ist das dann gut? Der One-Pager ist genau die richtige Darstellung, wenn Ihre Leistung einfach erklärbar ist, Sie nur einen Kontaktwunsch erfüllen und kaum aktuelle Informationen bieten wollen!

Für den One-Pager gibt es hier notwendige Entscheidungen zur Begünstigung der Vertrauensbildung:

Lockere Konzeption (viele Freiräume, variable Textelemente)

Bereichsgliederung entsprechend der Navigation mit eigenen Hintergründen

Nutzung vielgestaltiger Media-Typen (trotzdem auf Ladezeiten achten!)

Textbausteine einfach konzipieren

Schlagwortgetriebene Darstellung

Vielfältige Interaktionsflächen (Kontakt, Formularbereich, Social Media)

Wir vergleichen den One-Pager gern mit einem Flirt. Er ist erstmal unverbindlich, aber vertrauensstatuierend, manchmal sogar offen für ein zweites oder drittes Date. Im Verhandlungsablauf kann der Interessent nach dem ersten Besuch jedoch kaum Neues oder Interessantes finden – daher begrenzt sich das Trust-Building eben auf die Phase des „First-Contact“.

Der Multi-Pager – Informationsmonster kann Trust bilden, muss es aber nicht

Hier übernimmt nun der Multi-Pager. Mehr Informationen, mehr Möglichkeiten – ein reifer, gestandener Gesprächspartner halt! Und ähnlich der realen Person sprechen die Zunahme an Funktionen und Varianten den Interessenten auch vor größere Aufgaben. Schnell kann der Überblick verloren gehen oder die eigentliche Zielaufgabe – das Anbahnen von Geschäftsabschlüssen – aus den Augen verloren werden. Da liegt die Kunst bei einem Multi-Pager, bringen Sie vielfältige und informative Bereiche so ein, dass der Webseitenbesucher alles umfassend und schnell findet.

Die Möglichkeiten bei einem Multi-Pager sind sehr breit gestreut – das beginnt bei kleineren Darstellungen von gelungenen Projekten und geht bis hin zu ganzen Businesscases mit Videos und Interviews. Blogs für interne News und Marktnachrichten, Tests oder Themenbereiche, Erklärvideos und Produktinformationen. Es würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, wenn wir auf alle Varianten eingehen müssten. Zudem soll es ja auch noch gute Gründe geben, um bei unserem Agentur-Team nachzufragen.

Zurück zum eigentlichen Schwerpunkt Design bei Multi-Pagern. Hier kommen neben Mobilfreundlichkeit und klarer Navigationsstruktur zusätzlich Ordnungsanforderungen auf Sie zu. Unterseiten mit Zusatzinfos müssen so organisiert werden, dass sie einem logischen Aufbau folgen. Unterstützt wird dies oft durch farbabgestufte Buttons – dunkel für Oberbegriff, heller für Unterseite, hell für den aktivierten Strukturteil – oder hilfreichen Bildkombinationen. Gerade eine durchgängige Bildsprache, die zum einen die Themen der Webseite unterstützt, zum anderen aber auch den potentieller Betrachter mitnimmt, ist ein dickes Plus in puncto Vertrauensbildung. Hinzu kommen Elemente, die beispielsweise Definitionen darstellen oder Vergleichstests verlinken.

Weitere Teile

Welche Tricks und Kniffe hinter den Techniken Blog, Newsletter oder Social Media stecken, erfahren Sie in Teil 3 unserer Serie „In Web We Trust!“.

Teil 1: Basistechnik und Einführung – finden Sie hier!

Checkliste Design

  • Welche Zielrichtung hat Ihre Webseite: Visitenkarte oder Interaktionsplattform?
  • Nutzen Sie mehr als nur drei Grundfarben (außer Schwarz und Weiß)?
  • Nutzen Sie weniger als zwei Grundfarben (außer Schwarz und Weiß)?
  • Verwenden Sie eine Schriftart mit Serifen (Times NewRoman) oder eine serifenlose Schrift?
  • Liegt eine durchgängige Farb- und Bildsprache vor?
  • Ergeben Sie die Unterseiten als logische Folge?

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