Ladezeit Optimierung

Warum sind viele Webseiten so langsam?

Heute sind wir es gewohnt, dass uns die Technik eine Erleichterung darstellt. Mit wenigen Tastendrücken erhalten wir Antworten auf die vielen Fragen, auf die wir im Laufe eines Tages so stoßen. Handies unterstützen sprachgestützte Suchanfragen, Tablets antworten mit einer interaktiven Sprachausgabe und am Desktop oder PC helfen uns nicht nur schlanke Suchleisten, sondern sogar Live-Assistenten, wenn wir die gewünschten Informationen nicht mit wenigen Klicks erreicht haben und frustriert das Fenster schließen wollen.

 

Warten – das ungewollte Übel zwischen Frage und Antwort.

Doch zwischen all diesen Interaktionen kommt es zu dem Moment des Wartens. Warten darauf, dass die abgesetzte Suchanfrage über unbekannte Datenleitungen von Netzwerkknoten zu Netzwerkknoten wandern, einen Server erreichen, dort erkannt, festgestellt und bearbeitet werden. Anschließend er-warten wir ein Ergebnis, welches den selben Weg zurück nimmt und uns letzten Endes in Form einer Text- oder Sprach-Antwort auf dem Display erscheint. Wir sind daran gewöhnt, dass es einer gewissen Verarbeitung der verschickten Daten bedarf, bevor wir mit dem Ergebnis beglückt werden.

 

Was geschieht während des Wartens?

Doch was geschieht alles während des Wartens auf das Suchergebnis, die nächste Seite oder die Adressdaten des gerade besuchten Unternehmens, zu dem ich mich auf den Weg machen möchte?

Die Antwort ist recht einfach: Es geschieht (technisch) sehr viel. Viel Information wird im Hintergrund übertragen, wovon wir gar nichts mitbekommen. Teilweise gehen sogar Informationspakete verloren, welche durch die gesamte Checksumme des großen Pakets dann wieder ausgeglichen werden oder erneut vom Server angefordert werden. All das geschieht ohne unser Zutun und ohne, dass wir gesondert darüber informiert werden.

 

Trance – mehrfach am Tag

Beinahe möchte ich sagen, dass der Wartende in den Sekunden des Ausharrens sich sogar in einem beinahe meditativen Zustand befindet, in welchem er für andere Einflüsse und Eindrücke überhaupt nicht mehr zugänglich ist. Wir kennen diesen Gefühlszustand als Trance. In einem Blog-Beitrag haben wir sogar darüber berichtet, wie schnelle Webseiten zu einer besseren Gesundheit beitragen können.

 

Tipps, um langsamen Webseiten auf die Sprünge zu helfen:

Die Faktoren, welche eine Webseite langsamer machen können, sind allseits bekannt. Obwohl es – bei konsequenter Planung und Durchführung während der Programmierung einer Webseite – vollkommen möglich ist, eine Webseite mit einer Ladezeit von weniger als einer Sekunde zu erstellen, geschieht dies oft nicht. Teils liegt das an der fehlenden unterstützenden Beratung, teils liegt es an den verabschiedeten Elementen einer Webseite. Viele Bilder machen eine Webseite langsam. Wie man damit gut umgeht, sei in der folgenden Liste angesprochen:

 

Bilder richtig einsetzen:

Zu viele und zu große Bilder verlangsamen jede Webseite enorm. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin ein großer Fan von Bildern und bin überzeugt davon, dass diese in eine ordentliche Webseite gehören. Doch wenn Bilder verwendet werden, dann bitte richtig. Es ist vollkommen sinnfrei, ein Bild das mit 1.030 x 360 Pixeln dargestellt wird, in 4.120 x 1.440 Pixeln zu laden. Das Bild ist viermal so hoch und viermal so breit, als es sein müsste. Die Fläche ergibt sich in diesem Beispiel als das 16-fache der tatsächlich benötigten Bildquelle. Ein Fakt, der sich auch in einem Vielfachen der Dateigröße des Bildes bemerkbar macht. Nicht zu schweigen von der viel höheren Wartezeit, welche sich als logische Konsequenz aus der hohen Dateigröße ergibt.

Ganz einfache Regel: Dort, wo es keine Lupen-Funktion gibt und keine Zoomeinstellungen, dort muss das Bild keinen Pixel größer sein, als der Darstellungsrahmen.

Über detaillierte Optimierungsmaßnahmen sprechen wir im Blog in der Serie „How To: Ladezeitoptimierung!“ (siehe unten).

 

Videos auslagern:

Es ist ein viel diskutiertes Thema. Sollen Videos auf dem eigenen Webhosting oder bei einer Video Plattform wie z.B. YouTube oder Vimeo ausgelagert werden? Aus Sicht der Bandbreite und der Nutzerfreundlichkeit empfiehlt sich die Auslagerung auf solche Dienste enorm: Die Seite lädt besonders schnell und Nutzer sind es heutzutage gewohnt, Videos aus eingebetteten Rahmen abzuspielen. Eine Video-Auslieferung vom eigenen Server ist selbstverständlich möglich, macht aber eine entsprechende Infrastruktur und üppig ausgestattete Server im Hintergrund notwendig. Medien-Server eignen sich hierfür besonders gut.

 

Ein Content Delivery Network (CDN) nutzen:

Viele Webseiten haben internationales Publikum. Es ist jedoch schade, wenn der finnische Webseiten-Besucher 32 Sekunden auf die Auslieferung der kanadischen Webseite warten muss. Ein Contend Delivery Network (CDN) arbeitet an dieser Stelle so, dass es die Webseite 1:1 spiegelt und auf seinen Server ablegt. Das CDN ist dabei im besten Falle weltweit verteilt, sodass in vielen verschiedenen Ländern Server bereitstehen. Ruft nun unser finnischer Webseiten-Besucher die kanadische Webseite auf, so muss die Anfrage nicht erst durch das Transatlantik-Kabel AC-1 (Untersee-Kabel) im Atlantik kriechen, sondern die Antwort kommt von einem nahegelegenen Server zurück zum Webseiten-Besucher. Dieser wird damit mit einer enorm schnellen Antwort befriedigt und hat eine tolle Nutzererfahrung auf der Webseite. Ein CDN zu nutzen kann daher ein enormer Ausschlag für eine hohe bzw. längere Verweildauer von Besuchern auf einer Webseite sein.

 

Externe Ressourcen wie externe Ressourcen behandeln:

Die richtige Verwendung von externen Ressourcen kann viel Stress ersparen. Wenn ich auf ein Skript notwendig angewiesen bin, damit (m)eine Webseite korrekt dargestellt wird (z.B. ein Bild-Slider), dann sollte ich dieses Skript nicht von extern laden. Fällt die externe Ressource nämlich einmal aus, stellt sich meine eigene Webseite unter Umständen nicht richtig dar. Das könnte Besucher irritieren und im Zweifelsfall zu einem Abspringen der Nutzer führen. Das gilt es zu vermeiden. Wirklich zweitrangige Details, z.B. Social Media Teilen-Funktionen oder ein Kalender-Planer können von externen Ressourcen nachgeladen werden. Dies verschlankt die Seite und hat einen positiven Einfluss auf die Ladezeit.

 

Fazit zur Ladezeit

Die oben genannten Beispiele sind nur ein paar mögliche Optimierungsschritte aus dem reichlichen Fundus eines Ladezeit Optimierers. In einem detaillierten Ladezeit-Breakdown können Schwachstellen in der Server-Antwort und blockierende Ressourcen im Rendering des Browsers identifiziert werden. Diese Maßnahmen gehen weit über eine einfache Bildkompression zur Einsparung von vielen Hundert Kilobyte hinaus.

Wir haben die Ladezeit schon früh als ein wichtiges Element für ein hohes Nutzererlebnis identifiziert. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie eine Überprüfung Ihrer Webseite wünschen. Mit unserem kostenlosen Website Quickcheck gehen wir auch detailliert auf die Ladezeit einer Webseite ein und bieten Optimierungsvorschläge an.

 

How To: Ladezeitoptimierung!

In unserem Blog erklären wir in einer eigenen Serie namens „How To: Ladezeitoptimierung“, wie jeder Webseitenbetreiber mit einigen kleinen Kniffen schon sehr viel an der Ladezeit seiner Webseite verbessern kann. Die Tips gehen dabei von der richtigen Verwendung von Bildern über kleine technische Anpassungen bis hin zu serverseitigen Caching Elementen. Wir möchten unser Wissen teilen, denn wir sind davon überzeugt, dass das Web noch viel mehr Spaß macht, wenn es schneller ist. Jede kleine Verbesserung hilft somit, das große Ganze zu verbessern.

Facts for Fans: Unsere eigene Webseite lädt in weniger als 250 Millisekunden.

 

 

Wen soll ich fragen, wenn das alles zu umfangreich ist?

Natürlich stehen wir Profis von NeoDesign gerne unterstützend zur Verfügung. Durch jahrelange Erfahrung im Bereich der Ladezeitoptimierung kennen wir viele verschiedene Hoster. Wir kennen viele verschiedene Server. Ebenso viele Content Management Systeme (CMS). Wir haben schon vieles ausprobiert und wissen, wie viel wir optimieren können, ohne den geregelten Betrieb der Webseite zu stören. Eine Über-Optimierung ist nämlich auch keine Hilfe.

Kontaktieren Sie uns jetzt, um über die Optimierungsmöglichkeiten an Ihrer individuellen Webseite zu sprechen.

Für ein schnelleres Web – NeoDesign.