Eine mittlerweile liebgewordene Veranstaltung ist das SEO Content Engineering. Hier spricht unser Unternehmenschef Alexander Lutz über die Wahrheiten vergangener Zeiten und die zukünftiges Pflicht-Wissen.

Dabei geht es nicht nur um die mit Fachwörtern gespickten Spezialisten-Themen – vielmehr zielt das Content Engineering darauf ab, den teilnehmenden Webseiten-Betreibern Informationen und Wege an die Hand zu geben, um selbst ein Wort bei der Sichtbarkeit auf den Suchmaschinen mitreden zu können.

Einzelne Themen herauszugreifen ist dabei schwierig, jedoch stand diesmal der provokante Titel: „Ranking Faktoren sind tot“ auf der Agenda. Vielleicht ist dieser Teaser ein wenig zu hart – denn die Linkstruktur einer Webseite oder das Auftreten von Keywords in einem Text werden, zumindest in näherer Zukunft, weiterhin eine Bedeutung behalten. Vielmehr in den Fokus der letzten Zeit rücken aber die Suchintentionen der Nutzer. Unter einem Puma verstehen die Einen eine Schuhmarke, Andere ein Raubtier und wieder Andere ein semi-erfolgreiches Modell der Automarke Ford. Genau diese Unterschiede in den Bedeutungen von Keywords werden die Zukunft bestimmen.

Aktuelle Themen: search persona & zielgruppenorientiertes Texten

Da stellt sich die Frage: Wie schreibe ich einen Text in Zukunft richtig, wenn technische Hilfsmittel nicht mehr so ausschlaggebend sind? Zu allererst bleiben Rechtschreibprüfung und eine grobe Keyword-Inhaltsprüfung á la WDF*IDF-Checker keine schlechte Wahl.

Jedoch muss hinterfragt werden, wie ein potentieller Besucher oder Käufer den einen oder anderen zentralen Begriff Ihrer Webseite interpretieren würde. Ohne Plan und Kenntnis der eigenen Zielgruppe dürften dadurch noch mehr Projekte als bisher „gegen den Baum laufen“.

Punkt 1: Ohne Konzept heißt (in Zukunft) ohne Erfolg!

Die konzeptionelle Planung beginnt mit der Frage nach dem Markt und der (potentiellen) Position darin. Haben Sie vor,

  • Marktführer oder Nischenbesetzer
  • Glamouranbieter oder Massenbefriediger

zu werden? Nur wenn die eigentliche Zielsetzung klar ist, können Zielgruppen eruiert und skizziert werden. Eine Zielgruppe umschreibt den originären Kreis der an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung interessierten Personen.

Dabei kommt es nicht nur auf deren Begrenzung an, sondern vor allem auf die Referenzierung von Einflüssen auf deren Verhalten und deren Interessen auf anderen Gebieten an – Motto: „Schaffen Sie es, Ihre Zielgruppe abzuholen. Beim Hinterherrennen verlieren Sie!“

Genau zu diesem Bereich war diesmal beim SEO Content Engineering ein Gastredner dabei – Alexander Rüffer von den Nigmanauten. Dessen Spezialität ist eben die Bedarfskonzeption.

Zentrale Fragen:

  • „Was will meine Zielgruppe!“ und
  • „Welche Möglichkeiten der Abholung könnten Erfolg haben?“

Punkt 2: Nutzen Sie Zielgruppeninformationen für search personas

Und hier macht auch ein neues Modewort – die „search persona“ – die Runde. Dabei handelt es sich um eine Spezifizierung der eigentlichen Zielgruppe. Es werden neben den zielgruppentypischen Verhaltens- und Lebensweisen auch die Nutzungsvariationen im Gebrauch von Suchmaschinen, Browsern und Geräten betrachtet. Ein agiler Manager mit Hang zum Angeln wird ein anderes Suchverhalten (und damit auch Nutzungsverhalten) haben als der angelnde Rentner AK 70plus. Genau diese beiden haben aber die Schnittmenge Ihres Hobbies – das Angeln. Daher ist es wichtig, die Inhalte sowohl auf die Bedürfnisse des Einen als auch des Anderen auszulegen.

Punkt 3 Texten – nicht für Google sondern für Ihre User

Die Weisheit, dass nicht für die Suchmaschine sondern für den Leser geschrieben wird, ist alt, bleibt wahr und wird trotzdem immer noch zu oft missachtet. Sei es die Darstellung eines Unternehmens, das Anpreisen einer Dienstleistung in einem Blog oder die Produktbeschreibung in einem Onlineshop – immer das Gleiche! Der Leser wird nicht ins Blickfeld gehoben sondern nur die Firma, das Produkt oder die Leistung des „Verkäufers“. Das ist Nonsens!

Denn die Entscheidung einer Bestellung oder Anfrage im Internet richtet sich immer nach den Befindlichkeiten des Anfragenden. Und diese hat eine Hauptprämisse: Vertrauen! Ohne Vertrauen tut der User gar nichts. Dazu nur eine Frage: Haben Sie mehr Vertrauen, wenn Ihr Problem bearbeitet wird oder wenn der Schreiber nur sich selbst beweihräuchert? Hier wird schwerlich eine Antwort zugunsten der zweiten Alternative geben.

Also nochmal in dicken Lettern mit auf den Weg gegeben:

„STELLEN SIE IHREN LESER IN DEN VORDERGRUND!“

Bearbeiten Sie seine Probleme, seine Bauchschmerzen – und sehr schnell werden sich Anfragen, Bestellungen und Kontaktaufnahmen häufen. Damit kann zwangsläufig nur eine Umsatzsteigerung die Folge sein.

SEO Content Engineering

Neben vielen Tipps und auch der Aufzeigung der technischen Hilfsmittel konnten sich die knapp 30 Teilnehmer des XING-Events in unseren Räumen zur Pause und nach dem Workshop austauschen. Mit kleinen Häppchen und kühlen Getränken kreisten die Gespräche schnell um die Potentiale der Zukunft.

Von verschiedenen Teilnehmern gab es weiteren Input – den unser Team in der kommenden Session im Oktober verarbeiten wird. Dann geht es um Content Engineering im Lichte saisonaler Hotspots, wie etwa Weihnachten, Ostern oder der Badesaison. Mit dabei wird dann auch wieder ein Überraschungsgast sein. Also nicht verpassen – das 3. SEO Content Engineering 2017!

 

PS: Das vergessene Ladekabel findet heute zurück zu seinem Besitzer – mit einer Packung Keksen als Aufmunterung für den ungeplant zweiten Weg :)