Multilinguale Webseite – Grundsatz: „Bloß nicht die Zunge brechen!“

Eine Webseite gilt vielen als Schaufenster und Visitenkarte des eigenen Unternehmens. Eine interessante Herangehensweise, die unser Marketing-Team immer wieder versucht, aufzubrechen, denn Ihre Corporate Site ist weder eine Visitenkarte noch ein Schaufenster – vielmehr handelt es sich um eine visuelle, weltumspannende Wiedergabe Ihrer Fähigkeiten, Leistungen und Produkte. Nicht mehr und nicht weniger, oder um es mit den Worten vom alternden Internetriesen Bill Gates zu sagen:

„Das Internet wird zum Zentrum des globalen Dorfes von morgen.“

 

Eine Webseite ist gerade kein inhaltlich begrenztes Kärtchen mit Firmenadresse und Logo – genauso wenig wie ein auf die deutschen Bedürfnisse abgestimmtes Warenanpreisungssystem. Eine gute Corporate Site bringt vielmehr die Marke und Artikel Ihres Unternehmens in verschiedenen Kultur- und Sprachkreisen derart zur Geltung, dass Interessen und Bedürfnisse geweckt werden, welche ohne die Webseite möglicherweise niemals vorhanden gewesen wären.

Grundfrage: Warum sollten gerade SIE mehrsprachig agieren?

Abgesehen von der Tatsache, dass schon in Deutschland so viele Mundarten und Dialekte bestehen, dass manchmal kaum einer den anderen sofort verstehen kann, ist die Mehrsprachigkeit ein Sinnbild für die sich globalisierende Gesellschaft. Warum versteht quasi jeder Deutsche ausreichend Englisch, um sich auf Reisen oder geschäftlich zu verständigen, sieht es aber als unnötig an, die eigene Unternehmensdarstellung in Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch oder Chinesisch zu konstituieren?

Oft gibt es dafür von unseren Kunden drei Hauptargumente:

  • Bei meiner Kundschaft gibt es keinen, der das braucht!
  • Ist viel zu teuer, um jemals wieder die Kosten reinzuspielen!
  • Die Pflege würde unsere Möglichkeiten weit übersteigen!

Nun – wir haben diesen Artikel zusammengestellt, um alle drei (aus unserer Sicht zu kurz gedachten) Argumente mal eingehender zu beleuchten und zu hinterfragen.

Argument: Meine Kundschaft braucht das nicht!

Dann bleiben wir doch gleich mal beim fehlenden Bedürfnis des eigenen Stammklientels an Mehrsprachigkeit. In erster Logik hieße das also, dass der Kundenstamm keinerlei fremdsprachigen Teil hat. Das mag bei einem Futterhandel im Bayrischen Wald möglicherweise noch stimmen, aber schon bei einer niederbayrischen Schreinerei, einer brandenburgischen Klempnerei oder einer Druckerei in Württemberg ist es vorbei mit dieser Aussage. Und von mulitkulturellen Zentren wie München, Köln, Berlin oder Hamburg wollen wir gar nicht sprechen.

Hinzu kommt, dass es ein Hauptziel des Wirtschaftens ist, sich und den eigenen Einflussbereich zu vergrößern. Ist dies beschränkt in lokaler, regionaler oder nationaler Hinsicht, international gesehen gibt es beinahe ungeahnte Potentiale. Handgemachte Möbel aus Niederbayern oder gusseiserne Zäune aus Brandenburg können weltweite Interessenten und Kunden finden. Und was stünde dem im Weg? Richtig, die schnöde Begrenzung auf die deutsche Sprache im eigenen Onlineshop oder der Firmen-Webseite! Allein schon die Erweiterung um die Weltsprache Englisch könnte erhebliche Umsatzgewinne nach sich ziehen. Einer unserer Stammkunden – Supremo Kaffee aus Unterhaching bei München – konnte innerhalb eine Jahres durch einen englischsprachigen Shop- und Webseiten-Bereich mittlere zweistellige Zuwächse verzeichnen.

Argument: Mehrsprachigkeit ist viel zu teuer als Investment!

Dieses Beispiel zeigt, dass das Argument „Zu Teuer!“ nicht greift. Naturgemäß steht aber, und das entspricht der Wahrheit, eine hohe Investition am Beginn der Mehrsprachigkeit. Das betrifft nicht nur den Part, den wir intensiv betreuen: die Technik! Vielmehr ist das Schreiben von aussagekräftigen und gut klingenden Texten eine kostspielige Sache. Hierbei stehen Sie als Unternehmen vor einer neuerlichen Grundsatzentscheidung: Welche Qualität sollen die Übersetzungen und damit Ihre weltweite Außenwirkung haben? Die erste Antwort darauf lautet oft: die Beste natürlich! Schnell wird aber klar, dass qualitativ hochwertige Anbieter, wie Eurotext oder Tech-Trans, ein enormes Budget verlangen. Daher suchen viele Ihr Heil in der Flucht in kostenlose Tools wie den Google Translator. Es klingt einfach zu verlockend – einfach einbinden und auf Knopfdruck wird die ganze Webseite just-in-time problemfrei übersetzt. Wirklich? Nun wir glauben nicht mehr an den Weihnachtsmann und haben das einfach getestet:

 

(Un-)Worth of Google Translator

Ursprungstext Deutsch

Englische Übersetzung

Rückübersetzung ins Deutsche

Mehrsprachigkeit ist ein wichtiges Thema für die Unternehmen, die sich von internationalem Handel oder der Erweiterung Ihres Klientels eine rasante Steigerung des eigenen Umsatzes versprechen. Dabei heißt es: Hergehört und aufgepasst! Denn die verschiedenen Sprachen haben unterschiedliche Stilmittel – Sie sollten Ihr Augenmerk darauf richten!Multilingualism is an important issue for companies that expect a rapid increase in their own sales from international trade or the expansion of their clientele. Here it says: belonged and watched! Because the different languages ​​have different styles – you should focus on them!Mehrsprachigkeit ist ein wichtiges Thema für Unternehmen, die einen raschen Anstieg der eigenen Verkäufe aus dem internationalen Handel oder den Ausbau ihrer Kunden erwarten. Hier heißt es: gehörte und beobachtete! Weil die verschiedenen Sprachen unterschiedliche Stile haben – sollten Sie sich auf sie konzentrieren!

Entscheiden Sie selbst! Führt eine solche Übersetzung dazu, dass User den Inhalten Ihrer Webseite oder Ihres Onlineshops Vertrauen entgegenbringen kann? Wohl eher nicht, dabei ist die Vertrauensbildung eine enorm wichtige Disziplin im Onlinemarketing. Erst wenn der Besucher Ihrer Seite Vertrauen gefasst hat, sowohl zu Ihren Produkten als auch zu Ihrem Unternehmen, wird er beginnen zu interagieren. Je besser die Übersetzung, desto besser wird der internationale Webseiten-Besucher abgeholt, desto eher ist dieser auch bereit anzufragen oder zu bestellen.

Argument: Mehrsprachige Webseiten haben zu viel Pflegeaufwand

Nun zu unserer Kernkompetenz! Die Pflege einer mehrsprachigen Webseite kann sehr aufwändig sein, zugegeben. Aber das von uns favorisierte Content Management System wordpress bietet dafür mittlerweile hinreichende Möglichkeiten. Dabei können wir die „Standard“-Möglichkeiten der technischen Hinterlegung von verschiedenen Sprachversionen problemfrei erstellen. Da es sich allein bei der Entscheidung für oder gegen eine ausländische Domain, wie etwa „.at“ oder „.it“, schon um ein diffiziles Thema handelt, werden wir in diesem Monat noch einen eigenen Blog-Beitrag dazu herausbringen.

Entscheidend für den Pflegeaufwand ist aber grundsätzlich deren strategische Planung – ähnlich wie beim deutschen Content. Ohne einen Redaktionsplan, der die zu veröffentlichenden Themen festlegt, und einen Multilingual-Workflow, der die Übertragung neuer Inhalte in die vorhandenen Sprachen regelt, ist der Aufwand wirklich schier unlösbar. Mit guter Planung und einem motivierten Team an Ihrer Seite halten sich die aufzuwendenden Stunden in Grenzen. Abhängig von der Frequenz neuer Texte und deren Notwendigkeit der Übersetzung in die jeweiligen Sprachen kann von einem Mehraufwand von etwa 15 bis 25 Prozent gerechnet werden bei der Pflege des Contents (nicht bei dessen Erstellung). Je effektiver dabei der einzuhaltende Multilingual-Workflow, desto geringer ist der Pflegeaufwand.

Seien Sie also innovativ, denn nach Schätzungen von statista.de haben derzeit nur rund 15 Prozent der Unternehmenswebseiten eine englischsprachige Version und nur rund 1 Prozent mehr als eine Sprache zu bieten. Wir helfen Ihnen gern bei der Umsetzung und können mit unserem Partnernetzwerk auch in Content-Fragen gern fundiert weiterhelfen.