Viele spitzen beim Schlagwort „Keyword-Texten“ gespannt die Ohren und lauschen dem SEO, der damit den heiligen Gral für Google erklären möchte. Wir zeigen, warum das zur Vergangenheit gehört und was man stattdessen machen sollte, um wirklich präsent in Suchmaschinen zu sein.

Sind Keywords unwichtig geworden?

Die Frage drängt sich bei diesem heiklen Thema förmlich auf. Doch ist es nicht unsere Intention, Keywords als komplett unbrauchbar abzutun. Es ist vielmehr erstaunlich, dass es in dieser Zeit, wo Google Updates seit Monaten deutlich auf die Nutzerintention abzielen, überhaupt noch Seminare zum Thema Keyword-Texten gibt. Selbstverständlich braucht jeder SEO einen Pool an Keywords (zu Deutsch: Suchworte) oder Keyphrases (ebs: Such-Phrasen), um seine Online Marketing Strategie thematisch auszurichten.

Text für Mensch oder Maschine?

Die wichtigste Frage beim Erstellen von Content, also Inhalten für die eigene Web-Präsenz, ist die der Audienz.

Für wen schreibe ich meine Texte?

Von dieser zentralen Frage lassen sich die Antworten einfach ableiten, denn:

Google arbeitet stetig daran, so zu agieren wie ein Mensch dem ich im Dialog eine Frage stelle.

Seit der Einführung von „RankBrain“ in den Algorithmus (Oktober 2015) lernt Google täglich etwa 15 % neue Suchanfragen dazu, welche es so noch nie vorher gehört hat.

Bei einem Volumen von 3.500.000.000 Suchanfragen (ja, das sind 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag weltweit) bedeutet das: etwa 525.000.000, also 525 Millionen Suchanfragen täglich, „hört“ Google erstmalig.

Änderung im Suchverhalten!

Die schier unglaubliche Zahl von täglich neuen Suchanfragen liegt unter Anderem auch am geänderten Verhalten der Nutzer. Haben sich die Nutzer früher über mehrere Seiten der Suchmaschine (SERPs genannt) durchgeklickt, so ändert der heutige Nutzer sofort seine Suchanfrage, wenn er auf der ersten Seite nicht sofort das findet, was er dort vermutet.

Der Nutzer meint , er habe falsch gesucht. Diese Umkehr im Verhalten ist beeindruckend wie unglaublich, denn:

Wir vertrauen dem Suchergebnis bei Google sehr!

Darum gehen wir bei einem unbefriedigenden Suchergebnis davon aus, wir hätten die Suchmaschine also falsch bedient.

Welch immense Arbeit am Algorithmus in den vergangenen Jahren dahinter steckt, kann man sich kaum vorstellen.

 

Content für Nutzer ausrichten!

Wann immer die Frage aufkommt für wen ich schreibe, für den Menschen oder für die Maschine, so muss unbedingt der Mensch in den Fokus gerückt werden. Texten auf reine Keyword-Anzahlen, um eine bestimmte Suchwortdichte zu erfüllen ist eindeutig nur zur Befriedigung der Maschine da. Nachdem sich die Suchmaschine aber davon weg entwickelt, auf solch manipulierbare Fakten zurückzugreifen, sondern stattdessen auf semantische Verknüpfungen setzt, um die Suchintention des Users herauszufinden, sind solche Content-Strategien von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Wie sollte ich also Texte schreiben?

Das aktuelle YouTube Video von NeoDesign dreht sich rund um das Thema „Modernes Texten“. Es zeigt anhand eines plastischen Beispiels auf, wie man es nicht machen sollte. Anschließend werden ein paar Tricks und Kniffe verraten, wie man stattdessen einen Text nach modernen Mustern ausrichten kann. Insbesondere wird dabei auf den Verkaufstrichter eingegangen, welcher sich um die User Journey von Information über Evaluierung hin zu Kauf & Transaktion bis zur nachgelagerten Kundenbindung bewegt. In folgenden Videos werden wir über das moderne Textprinzip WDF*IDF und ein W-Fragen Tool berichten, welche als erster Hinweis dienen können, Texte sinnvoll und holistisch zu gestalten.